Cannabidiol (CBD)-Medikament gegen Epilepsie

Cannabidiol (CBD)-Medikament gegen Epilepsie

Dr. Remy Daroowala6. Februar 2024
Medizinisches MarihuanaCannabidiolCannabidiol gegen EpilepsieEpilepsie

Erforschen Sie die Wirksamkeit von Cannabidiol (CBD) bei der Behandlung von Epilepsie

Der therapeutische Einsatz von Cannabidiol (CBD) ist ein kontroverses Thema. Während seine Anwendung zur Behandlung verschiedener Beschwerden wie Angstzuständen, Stress, Schlaflosigkeit oder bestimmten chronischen Schmerzen zunimmt, sind wissenschaftliche und klinische Belege für die Wirkung dieses Cannabisbestandteils nach wie vor begrenzt. Im Jahr 2017 kam die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Schluss, dass sich CBD bei einigen Arten von Epilepsie nur nach klinischen Studien als wirksam erwiesen hat, da die Forschung für andere Krankheiten weniger weit fortgeschritten ist.

Mehrere Studien haben die positiven Wirkungen von Cannabidiol bei der Behandlung refraktärer Epilepsien gezeigt, also solchen, die auf herkömmliche Antiepileptika nicht ansprechen. Der Neurologe Ángel Aledo Serrano warnt jedoch vor der Notwendigkeit der Vorsicht und der Wichtigkeit der verschreibungspflichtigen Anwendung Aufsicht eines Neurologen.

CBD wird aufgrund seines natürlichen Ursprungs positiv wahrgenommen, doch Dr. Aledo betont, dass es wichtig sei, die Erwartungen anzupassen, da es kein Allheilmittel oder gesünder als andere Medikamente sei, nur weil es aus einer Pflanze gewonnen werde.

In Spanien ist Epidyolex von Jazz Pharmaceuticals das einzige wissenschaftlich anerkannte und von der spanischen Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde (AEMPS) zugelassene Medikament gegen bestimmte Epilepsien. Dieses Medikament ist für das Dravet-Syndrom, das Lennox-Gastaut-Syndrom und die tuberöse Sklerose geeignet – allesamt seltene epileptische Syndrome, die mit herkömmlichen Medikamenten nur schwer zu behandeln sind.

Dravet-Syndrom, einer häufigen genetisch bedingten Epilepsie, war der erste, der die vorteilhaften Wirkungen von CBD zeigte. Die Anwendung begann vor zehn Jahren mit dem Fall von Charlotte Figi, einem amerikanischen Mädchen mit diesem Syndrom. dessen Epileptiker Anfälle bedeutend verbessert sich durch eine CBD-reiche und THC-arme Cannabisbehandlung.

Trotz der nachgewiesenen Wirksamkeit beim Dravet-Syndrom wurde Epidyolex vor Kurzem in Spanien zur Behandlung epileptischer Anfälle im Zusammenhang mit der tuberösen Sklerose, einer seltenen genetischen Erkrankung, zugelassen.

Was die Verabreichung betrifft, kann Cannabidiol bei Kindern und Erwachsenen unterschiedlichen Alters angewendet werden, obwohl seine Wirksamkeit bei Kindern unter 2 Jahren aufgrund mangelnder Forschung nicht so gut belegt ist. Epidyolex liegt in Sirupform vor und wird zweimal täglich eingenommen, wobei bei der Dosierung Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Dr. Aledo betont, dass der Einsatz von CBD aufgrund seiner spezifischen Indikation bei seltenen und schweren Epilepsien nicht so häufig vorkommt wie bei anderen Antiepileptika.

Darüber hinaus betont er, dass auch die hohen Kosten von etwa 1,000 Euro pro Flasche Epidyolex zu der begrenzten Verwendung beitragen.

Was die Wirkung betrifft, so verbessert Cannabidiol die Lebensqualität, indem es die Häufigkeit und Intensität epileptischer Anfälle verringert, auch wenn es diese nur selten vollständig beseitigt. Darüber hinaus kann es einen positiven Einfluss auf die Wahrnehmung und das Verhalten haben.

Allerdings sollten mögliche Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Schwindel, Durchfall und Blutveränderungen, insbesondere bei Lebertransaminasen, in Betracht gezogen und regelmäßig überwacht werden.

Epidyolex – Cannabidiol bei Epilepsie

Obwohl Epidyolex das einzige wissenschaftlich anerkannte Cannabidiol gegen Epilepsie ist und nur in Krankenhausapotheken erhältlich ist, wird CBD in verschiedenen Formen und Marken legal in Apotheken verkauft, ohne wissenschaftlich getestet zu sein. Dies birgt Risiken, da die notwendige ärztliche Aufsicht fehlt, da die Menge an Cannabidiol und anderen Bestandteilen nicht garantiert ist und variieren kann, was zu Vergiftungen oder unzureichenden Dosen führen kann. Dr. Aledo betont, wie wichtig Vorsicht und die Konsultation eines Spezialisten für therapieresistente Epilepsien sind, bevor auf Produkte ohne wissenschaftliche Zulassung zurückgegriffen wird.

Cannabidiol (CBD)-Medikament gegen Epilepsie