Beschneiden für bessere Erträge

Beschneiden für bessere Erträge

Seph Flash12. Dezember 2017
Allgemeine ThemenMarihuana-AnbauHäufig gestellte Fragen zum Marihuana-AnbauBeschneidung

Als engagierte Züchter wenden wir verschiedene Techniken an, um optimale Erträge bei der Ernte unserer Pflanzen zu erzielen. Eine davon ist das Beschneiden. Dabei wird die Marihuanapflanze geschnitten, gebogen oder gebunden, um ihr Wachstum zu beeinflussen und üppigere und hochwertigere Blüten zu produzieren. In diesem Artikel stellen wir zwei effektive Schnittmethoden vor.

Beim Indoor-Anbau sollte der Rückschnitt 10 bis 15 Tage vor Beginn der Blütephase erfolgen. Im Freien hingegen sollte der Rückschnitt einige Wochen vor der erwarteten Blütezeit erfolgen.

Hohe Pflanzen verschwenden oft wertvolle Nährstoffe und Energie, wenn sie Wasser über ihre langen Stängel verteilen. Anstatt zuzulassen, dass Ihre Pflanze Energie für einen schwachen und länglichen Stiel verschwendet, lenkt der Rückschnitt diese Energie auf das Wachstum großer, kräftiger Blüten um.

Sorgfältige Planung für effektives Beschneiden

Beim Beschneiden sollte man nicht planlos Blätter und Zweige entfernen. Es erfordert sorgfältige Planung, um die Verzweigung zu fördern, da sich an den Enden der Zweige die größten Blüten entwickeln. Eine effektive Beschneidungsmethode ist das Kappen, bei dem der oberste Trieb der Pflanze abgeschnitten wird. Lassen Sie Ihre Pflanze dazu mindestens fünf Nodien ausbilden, bevor Sie den Stamm knapp über dem zweiten echten Nodi abschneiden. Beachten Sie, dass der Nodienknoten, an dem die Keimblätter ansetzen, nicht als echter Nodi zählt. Es mag zwar kontraintuitiv erscheinen, die Spitze einer Pflanze zu entfernen, die Sie gerne wachsen sehen möchten, doch diese Technik verteilt die Energie der Pflanze und fördert die Entwicklung mehrerer Colas.

Wenn nach dem Kappen des Hauptstamms neue Triebe entstehen, können Sie diese weiterhin kappen. So können aus zwei Trieben vier neue Triebe und aus vier Trieben acht Triebe entstehen. Warten Sie, bis sich mindestens ein Internodium mit Blättern gebildet hat, und schneiden Sie jedes Mal knapp darüber ab.

Sobald die Seitenäste gut ausgebildet sind, können sie gekappt werden, um eine buschigere Gesamtstruktur zu fördern. Dadurch wird sichergestellt, dass die neu entstehenden Spitzen ausreichend Licht erhalten, was zum Wachstum zahlreicher mittelgroßer Blüten führt.

Während der Blütephase ist es wichtig, das Kappen der Pflanzen zu vermeiden. Diese Phase bringt erhebliche Veränderungen im Wachstumsmuster und Nährstoffbedarf mit sich. Beschneiden während der Blütezeit stresst die Pflanze und führt zu geringeren Erträgen. Die Pflanze konzentriert ihre Energie eher auf die Reparatur als auf die Produktion großer, hochwertige Knospen.

Eine weitere effektive Schnitttechnik zur Ertragssteigerung ist das Supercropping. Im Gegensatz zum Topping wird bei dieser Methode kein Pflanzenteil abgeschnitten. Stattdessen wird Stress erzeugt, um zusätzliche Triebe zu fördern. Supercropping kann während der Wachstumsphase mehrfach angewendet werden und funktioniert bei fast allen Pflanzensorten. Durch das Biegen des unteren Triebs nach oben und außen wird die Energie der Pflanze in Bereiche umgeleitet, die sonst weniger produktiv wären, was zu höheren Erträgen führt.

Zusätzliche Spannung anwenden

Der Supercropping-Prozess ist relativ einfach und erfordert kein spezielles Werkzeug. Beginnen Sie in der dritten Woche der Wachstumsphase der Pflanze mit dem Supercropping. Wählen Sie eine Stelle an der Pflanze in der Nähe des ersten und dritten Knotens und drücken Sie den Stiel mit Daumen und Zeigefinger zusammen, bis er einen 90-Grad-Winkel bildet. Der Stiel sollte sich umbiegen, ohne zu brechen. Mit der Zeit heilt der geknickte Stiel, ohne das Wachstum der Pflanze wesentlich zu beeinträchtigen. Der Abbau des Gewebes auf diese Weise fördert ein stärkeres Nachwachsen und führt letztendlich zu größeren und potenteren Erträgen.

Es ist wichtig, verantwortungsvoll zu schneiden und übermäßiges und schnelles Beschneiden zu vermeiden. Bedenken Sie, dass das Beschneiden die Pflanze zusätzlich belastet und zusätzliche Energie für die Heilung benötigt. Darüber hinaus kann übermäßiges Beschneiden die Pflanze anfälliger für Schädlinge und Pilze machen. Stellen Sie daher vor dem Beschneiden sicher, dass Ihre Pflanze gesund ist und nicht bereits von Schädlingen befallen ist.

Es kann hilfreich sein, das Thema Beschneiden näher zu erläutern. Hier sind einige zusätzliche Überlegungen:

  • Timing: Der richtige Zeitpunkt zum Beschneiden ist entscheidend. Beispielsweise ermöglicht das Beschneiden während der Wachstumsphase der Pflanze, sich zu erholen und ihre Energie auf neues Wachstum zu konzentrieren, bevor sie in die Blütephase übergeht.
  • Desinfektion: Bevor Sie Schnitte durchführen, sollten Sie Ihre Werkzeuge sterilisieren, um die Ausbreitung von Krankheiten oder Infektionen zu verhindern. Es wird empfohlen, die Werkzeuge mit Reinigungsalkohol oder einer Bleichlösung zu reinigen.
  • Trainingstechniken: Zusätzlich zum Beschneiden können andere Trainingstechniken wie LST (Low-Stress-Training) und SCROG (Screen of Green) eingesetzt werden, um die Erträge zu maximieren und eine gleichmäßige Entwicklung des Blätterdachs zu fördern.
  • Überwachung der Pflanzengesundheit: Untersuchen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Stress, Nährstoffmangel oder Schädlingsbefall. Frühzeitiges Erkennen und sofortiges Handeln können weitere Schäden verhindern und gesundes Wachstum gewährleisten.
  • Umweltfaktoren: Berücksichtigen Sie die Umweltbedingungen in Ihrem Anbauraum. Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftstrom können das Pflanzenwachstum und die Reaktion auf Schnitttechniken beeinflussen. Optimale Umgebungsbedingungen erhöhen den Erfolg Ihrer Schnittmaßnahmen.
  • Genetik und sortenspezifischer Schnitt: Verschiedene Cannabissorten reagieren unterschiedlich auf Schnitttechniken. Manche Sorten eignen sich besser für bestimmte Methoden, während andere einen konservativeren Ansatz erfordern. Machen Sie sich mit den Eigenschaften Ihrer spezifischen Sorte vertraut und passen Sie Ihre Schnitttechniken entsprechend an.

Mit diesen zusätzlichen Details und Überlegungen können Sie die richtigen Schnitttechniken sicher anwenden, um Ihre Cannabiserträge zu optimieren. Denken Sie daran, dass Erfahrung und Beobachtung ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Verfeinerung Ihrer Schnittfähigkeiten spielen.

Jetzt, mit diesen Schnitttechniken ausgestattet, können Sie zusehen, wie Ihr üppiger Garten mit Ihren neu erworbenen Fähigkeiten gedeiht!

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