Marihuana-Legalität in den Vereinigten Staaten: Ein gespaltenes Land

Marihuana-Legalität in den Vereinigten Staaten: Ein gespaltenes Land

Gaston27. Januar 2024
Marihuana NachrichtenMarihuana

Wenn man über die Legalität von Marihuana nachdenkt, insbesondere in einem Land wie den Vereinigten Staaten, führt dies oft zu der Annahme, dass die Nation extrem tolerant ist, genau wie der Staat Kalifornien, wo Cannabiskonsum und -diskussion alltäglich sind. Wenn man durch die Straßen von San Francisco geht, sieht man leicht die Präsenz von Geschäften, in denen man Marihuana legal kaufen, sogar in Form von Gummibärchen. Doch die Realität sieht anders aus.

Derzeit ist der legale Cannabiskonsum nur in 21 Bundesstaaten und Washington D.C. erlaubt, was für US-Konsumenten eine erhebliche Ungleichheit darstellt. Trotz dieser Einschränkung ist medizinisches Marihuana in 37 Bundesstaaten legal, wenn auch oft mit Zugangsbarrieren. Freizeitkonsumenten müssen oft weite Strecken zurücklegen, um legal und ohne Einschränkungen an Cannabisprodukte zu kommen, was natürlich zusätzlichen Aufwand bedeutet. Darüber hinaus sind Marihuana-bezogene Veranstaltungen und Festivals in diesen Regionen weit verbreitet und gehören zum Alltag der Einwohner des Staates.

Die Legalität von Marihuana ist geteilt

Die Legalität von Marihuana in den Vereinigten Staaten ist in zwei sehr positive Richtungen gegliedert. Die Westküste des Landes ist führend bei der Akzeptanz sowohl des Freizeit- als auch des medizinischen Konsums, während die zentralen und südlichen Teile des Landes eher zum medizinischen Konsum tendieren.

In elf weiteren Bundesstaaten ist der Konsum von Produkten mit CBD und geringen Mengen Tetrahydrocannabinol (THC), dem psychoaktiven Bestandteil von Cannabis, erlaubt. Das bedeutet, dass nur in zwei Bundesstaaten, Idaho und Nebraska, ein vollständiges Verbot von Marihuana in jeglicher Form besteht.

Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen bei der Reform des Cannabisgesetzes ist die Ankündigung von Präsident Joe Biden im Oktober. Er versprach, allen wegen Marihuanabesitzes verurteilten US-Bürgern Gnade zu gewähren. Darüber hinaus forderte er das Gesundheitsministerium und den Generalstaatsanwalt auf, die Einstufung von Cannabis nach Bundesrecht umgehend zu überprüfen. Derzeit ist Marihuana neben Heroin und LSD als Substanz der Liste 1 eingestuft – eine Kategorie, die Betäubungsmitteln mit hohem Missbrauchspotenzial und ohne anerkannten medizinischen Nutzen vorbehalten ist.

Biden erklärte: „Unser verfehlter Umgang mit Marihuana hat zu viele Menschenleben geschädigt. Es ist an der Zeit, diese Fehler zu korrigieren.“

Illegalität ist nur ein Wort

In Miami, einem Ort, der für Spaß und Entspannung bekannt ist, ist die Illegalität eine Realität. Trotz liberaler Erwartungen bleibt der Freizeitkonsum von Marihuana im Bundesstaat illegal. Derzeit ist der Zugang zu Marihuana nur für medizinische Zwecke erlaubt. Kürzlich versuchte der Landtag, einen Gesetzentwurf zur Legalisierung des persönlichen Marihuanakonsums einzubringen, der jedoch im Ausschuss scheiterte und nie in Kraft trat.

Trotz des Verbots suchen die meisten Konsumenten nach Möglichkeiten, Cannabis bei öffentlichen Veranstaltungen zu konsumieren. Dies kann zwar zu rechtlichen Problemen führen, hat aber zu einer verstärkten Unterstützung und einem größeren Interesse an der Legalisierung beigetragen.

Grünes Geschäft: Marihuana in Zahlen

Der legale Marihuana-Markt in den USA ist in den letzten drei Jahren deutlich gewachsen und hat 64 Milliarden Dollar erreicht. Trotz breiter öffentlicher Unterstützung rechnen Experten wie Paul Armentano von NORML aufgrund von Einwänden im Kongress noch in diesem Jahr nicht mit einer bundesweiten Legalisierung.

Dennoch hat die Legalisierung auf bundesstaatlicher Ebene in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten Fortschritte gemacht. Drei Bundesstaaten haben Cannabis im Jahr 2022 legalisiert, und sieben weitere werden voraussichtlich 2023 folgen. Damit wird die Legalisierungskarte sowohl für den Freizeit- als auch für den medizinischen Gebrauch erweitert.

Derzeit sind die unregulierten und illegalen Cannabismärkte mindestens doppelt so groß wie der legale Markt. Im vergangenen Jahr (26) wurde landesweit ein Umsatz von 2022 Milliarden US-Dollar erwartet. Es wird erwartet, dass die legale Branche ein deutliches Wachstum verzeichnen und bis 42 2026 Milliarden US-Dollar erreichen wird.

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