Eine Einführung in Cannabis

Eine Einführung in Cannabis

Amos Mwaniki3. Juni 2019
Generelle ThemenCannabisCannabinoide in CannabisTHC in CannabisCBD in CannabisTerpene in Cannabis

Die Cannabispflanze zählt zu den am besten erforschten Pflanzen der Welt. Neben den relativ bekannten Substanzen (Cannabinoide) THC und CBD besteht die Pflanze aus Hunderten verschiedener chemischer Bestandteile.

In diesem Artikel beschreiben wir kurz einige dieser Bestandteile und erklären den Unterschied zwischen Cannabis und Hanf. Darüber hinaus gehen wir auf verschiedene weitere Eigenschaften der Marihuanapflanze ein.

Cannabinoide in Cannabis

CBD-Terpene

Cannabinoide sind eine Gruppe chemischer Bestandteile, die in der Cannabispflanze vorkommen. Insgesamt wurden über hundert Cannabinoide identifiziert. Wenn Cannabinoide aus einer Pflanze stammen, spricht man von Phytocannabinoiden.

Die beiden bekanntesten Phytocannabinoide der Marihuanapflanze sind THC und CBD. Der Großteil der wissenschaftlichen Forschung zu medizinischem Marihuana konzentriert sich auf diese beiden Substanzen.

Cannabinoide kommen nicht nur in Cannabis vor. Einige dieser Stoffe kommen beispielsweise auch in Kakao und Hopfen vor.

THC in Cannabis

THC oder Delta-9-Tetrahydrocannabinol wurde 1964 von Professor Raphael Mechoulam entdeckt. Professor Mechoulam, auch bekannt als der THC-Professor, fand bald heraus, dass THC das Cannabinoid ist, das die psychoaktive Wirkung (das High- oder Stoned-Gefühl) von Gras verursacht.

Aufgrund der (weltweiten) Illegalität von Cannabis ist die THC-Konzentration in Marihuana immer höher geworden. Denn je geringer die wirksame Dosis, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung durch Behörden.

Mit zunehmendem THC-Gehalt sind in diesen Cannabissorten auch andere Cannabinoide in immer geringeren Mengen vorhanden. Dies scheint in einigen Fällen zu einem höheren Risiko von Nebenwirkungen bei den Konsumenten zu führen.

Aus diesem Grund scheint der THC-Anteil im Cannabis in den letzten Jahren wieder zu sinken. Dies bedeutet, dass mehr Platz für die anderen Cannabinoide bleibt.

THC wird medizinisch gesehen hauptsächlich bei Patienten eingesetzt, die unter Schmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit oder zur Appetitanregung leiden.

CBD in Cannabis

CBD (Cannabidiol) ist ein Phytocannabinoid ohne psychoaktive Wirkung. Das Fehlen dieser Wirkung hat in den letzten Jahren zu einem starken Anstieg der Popularität bei medizinischen Cannabiskonsumenten geführt.

Aufgrund der fehlenden psychoaktiven Wirkung wird CBD auch im Ausland bei Kindern mit unterschiedlichen Symptomen eingesetzt. Cannabidiol (CBD) kommt nicht nur in der Cannabispflanze vor. In den USA gibt es mittlerweile verschiedene CBD-Produkte auf dem Markt, bei denen das CBD aus dem Hopfen (Humulus) gewonnen wird. Genau wie Cannabis gehört Hopfen zur Hanffamilie.

Untersuchungen zeigen, dass CBD hauptsächlich von Patienten verwendet wird, die unter Entzündungen, Angstzuständen und epileptischen Anfällen leiden.

Terpene in Cannabis

Terpene sind organische Bestandteile, die von Pflanzen, darunter auch der Cannabispflanze, produziert werden. Sie sind für die einzigartigen Aromen und Geschmacksrichtungen der verschiedenen Marihuana-Pflanzen verantwortlich. Derzeit wird untersucht, ob Terpene in Kombination mit Cannabinoiden einzigartige therapeutische Vorteile bieten.

Terpene kommen in allen Pflanzen in der Natur vor. Viele Terpene, die in Marihuanapflanzen vorkommen, kommen auch in anderen Pflanzen vor. Beispiele für Pflanzen, die ähnliche Terpene wie Cannabispflanzen aufweisen, sind Lavendel, Kiefern und Zitrusfrüchte.

Indica, Sativa und Hybriden

Indica ist die Bezeichnung für Cannabispflanzen. Der Begriff wird traditionell verwendet, um die geografische Herkunft (Eurasien, Indien) einer Unterart zu bestimmen. Cannabispflanzen mit überwiegend „Indica“-Merkmalen zeichnen sich durch große, breitfingrige Blätter aus. Indica-Pflanzen haben zudem einen kompakten Wuchs.

Marihuanapflanzen mit Indica-dominanten Eigenschaften erzeugen oft eine Wirkung, die im ganzen Körper spürbar ist. Die Wirkung wird oft als träge und entspannt beschrieben. Patienten berichten von einer entspannenden körperlichen Wirkung dieser Sorte, ideal für Patienten mit Schmerzen und Schlaflosigkeit. Es wird angenommen, dass Indica-Sorten am besten abends oder nachts konsumiert werden können.

Entschuldigen Sie die Informationsflut. Wir erzählen Ihnen einfach gerne alles über Cannabis 😉

Der Name Sativa wird traditionell auch zur Bezeichnung der geografischen Herkunft dieser Sorte verwendet. Die Blätter der Pflanze sind deutlich schlanker und die Wuchsform wirkt deutlich lebendiger als bei der Indica-dominanten Art.

Patienten berichten von einer Sativa-dominanten Sorte, die vor allem eine aufmunternde und mental stimulierende Wirkung auf das Gehirn hat. Ideal für Patienten, die unter anderem an Depressionen oder ADS leiden. Es wird angenommen, dass eine Sativa-Sorte am besten tagsüber oder nachmittags konsumiert werden kann.

Hybride Marihuanasorten sind aus Kreuzungen von Indica und Sativa entstanden und besitzen daher verschiedene Eigenschaften und Merkmale sowohl hinsichtlich der Wuchsform als auch der Wirkung.

In der Wissenschaft wird kein Unterschied zwischen Sativa, Indica und Hybriden gemacht. Es scheint, dass diese Cannabispflanzen genetisch identisch sind.

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