
Die unglaublichen Vorteile der Mikrodosierung von Marihuana
In einem Cannabismarkt, der davon besessen zu sein scheint, den THC-Gehalt in Marihuana zu erhöhen, mag die Idee der Mikrodosierung albern erscheinen. Doch manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Mikrodosierung ist ein wachsender Trend, da der Konsum von Cannabis immer mehr Akzeptanz findet. Mikrodosierung bedeutet, kleine Mengen Marihuana zu konsumieren, sodass man noch spürbare Empfindungen verspürt. Da man keine normale Dosis zu sich nimmt, überschreitet man nicht die „High“-Schwelle. Man fühlt sich also kurz vor dem High und kann trotzdem einen kühlen Kopf bewahren.
Wer Mikrodosierung praktiziert, profitiert weiterhin von den medizinischen Vorteilen von THC und vermeidet gleichzeitig psychoaktive Effekte, die den Alltag beeinträchtigen können. Michelle Ross, Gründerin des IMPACT-Netzwerks, einer gemeinnützigen Organisation, die empirische medizinische Forschung nutzt, um neue Behandlungsmöglichkeiten für Cannabispatienten zu finden, sagt: „Die meisten Menschen wissen nichts über Mikrodosierung. Sie pumpen ihren Körper einfach mit Cannabis oder hohen THC-Mengen voll, und das ist nicht immer die beste Methode für die jeweilige Erkrankung.“
Dustin Sulak, ein osteopathischer Arzt, der viele seiner Patienten mit Mikrodosen von Cannabis behandelt, sagt: „Wenn man die Dosis erhöht, verringert sich manchmal der Nutzen, und manchmal erreicht man das Gegenteil von dem, was man sich erhofft.“ Ein Beispiel dafür ist, dass eine kleine Menge von Cannabis lindert Angstzustände, aber eine zu hohe Dosis kann es tatsächlich verursachen.
Das Journal der Schmerzen
Eine im Journal of Pain veröffentlichte Studie befasste sich mit Krebspatienten, die auf herkömmliche Schmerzmittel nicht ansprachen. Ihnen wurde die THC/CBD-Verbindung Nabiximols in unterschiedlichen Dosierungen verabreicht. Die Studie zeigte, dass Patienten mit einer niedrigen Nabiximols-Dosis weniger Schmerzen hatten als Patienten mit einer hohen Dosis. Viele weitere Studien kamen zu denselben Ergebnissen. Ein Grund dafür, dass niedrigere THC-Konzentrationen wirksamer sein können als hohe Dosen, ist, dass sich Menschen, die nicht an THC gewöhnt sind, nicht von den psychoaktiven Symptomen überwältigt fühlen.
Obwohl Mikrodosierung bei den meisten Menschen erfolgreich war, benötigen manche Patienten aufgrund ihrer Schmerzen eine höhere Dosis. Sobald die Heilung einsetzt, kann die Dosis reduziert werden. Schließlich wird Mikrodosierung nur noch Teil des Erhaltungsplans sein.
THC gelangt schnell in den Blutkreislauf
Mikrodosierung ist nicht nur für Schmerzpatienten geeignet; sie kann Patienten mit einer Vielzahl von Problemen helfen. Schon eine kleine Menge inhaliertes Marihuana kann gegen Übelkeit helfen. Studien zur Chemotherapie zeigten, dass niedrige Dosen inhalierten Cannabis die Übelkeit sofort linderten. Tatsächlich war dies wirksamer als die Einnahme einer Tablette gegen Übelkeit, da THC schnell in den Blutkreislauf gelangt. Außerdem kann es schwierig sein, eine Tablette lange genug bei sich zu behalten, damit das Medikament wirken kann, wenn der Patient unter Erbrechen leidet.
Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden oder gelegentlich Probleme beim Einschlafen haben, können von Mikrodosierung profitieren. Mikrodosierung mit Esswaren kann der Weg zu einem erholsamen Schlaf sein. Obwohl das Inhalieren von Marihuana schneller wirkt, lässt die Wirkung nach, bevor die Nacht vorbei ist. Mikrodosierung mit Esswaren hilft Ihnen, die Nacht durchzuschlafen, ohne Ihren Schlafrhythmus zu stören, wie es bei einer hohen THC-Dosis der Fall sein kann.
Schon ein bisschen THC kann viel bewirken
Manchmal braucht man tagsüber einfach nur eine kleine Stimmungsaufhellung oder etwas Stressabbau. Mikrodosierung ist genau das Richtige, besonders wenn man einen vollen Terminkalender hat und alles im Griff behalten muss. So wie ein warmes Bad beruhigend wirken kann, braucht man nicht immer einen völlig veränderten Bewusstseinszustand, um zu entspannen oder die Stimmung zu heben. Ein wenig THC kann einen helfen, einen anstrengenden Tag zu überstehen.
Wenn du in einer kreativen Sackgasse steckst oder dich bei deiner Arbeit einfach nicht inspiriert fühlst, versuche es mit einer Mikrodosierung einer Sativa-Sorte, um in Schwung zu kommen. Ein kleiner Zug einer Sativa-Sorte bringt deine Kreativität zum Fließen, ohne dich an die Couch zu fesseln, sodass du dein Ziel tatsächlich erreichen kannst.
Mikrodosierung ist eine wunderbare Möglichkeit, mit Cannabis zu experimentieren und die Vorteile von THC zu nutzen, ohne psychedelische Nebenwirkungen zu erleben. Selbst bei langjährigem Konsum mit hoher Toleranz können Sie Ihre Dosis mit der Zeit so weit senken, dass die Mikrodosierung für Sie funktioniert. Mikrodosierung ist eine großartige Möglichkeit, Cannabis in Ihren Alltag zu integrieren, ohne Ihren Zeitplan zu beeinträchtigen.